Pflegemodell ...

Im Mittelpunkt der Pflege steht stets der Mensch in seiner Ganzheit aus Körper, Geist und Seele. Seine Lebenserfahrungen sind von großer Bedeutung. Deren Kenntnis ist uns als wesentlicher Teil des Pflegeprozesses wichtig.

Körperliche Einschränkungen (Alter, Krankheit) sind häufig der Auslöser, wenn wir um Hilfe gebeten werden. Bei unserer Arbeit nutzen wir die vorhandenen Fähigkeiten und Reserven der Klienten. Durch Erkennen und Fördern ihrer vorhandenen Fähigkeiten und Nutzen vorhandener Reserven, sollen unsere Klienten ihre Pflege aktiv mit gestalten.

In unserem Pflegedienst haben wir uns bewusst für das Pflegemodell nach den Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) nach L. Juchli entschieden. Das Modell unterstützt den pflegebedürftigen Menschen in seinen Lebensaktivitäten, wenn er diese nicht mehr allein bewältigen kann.

Die ATL stellen Oberbegriffe für viele Aktivitäten dar, die wir alle tun oder erleben, um den Alltag selbständig zu bewältigen. Mit Hilfe der ATLs kann man überprüfen, in welchen Bereichen individueller Pflegebedarf eines Klienten besteht.

Die zwölf "Aktivitäten des täglichen Lebens" stehen untereinander in Verbindung. Sie beeinflussen sich gegenseitig, so dass mehrere Aktivitäten gleichzeitig von der Einschränkung betroffen sein können.

  1. Wach sein und schlafen
  2. Sich bewegen
  3. Sich waschen und kleiden
  4. Essen und Trinken
  5. Ausscheiden
  6. Körpertemperatur regulieren
  7. Atmen
  8. Für Sicherheit sorgen
  9. Raum und Zeit gestalten, arbeiten und spielen
  10. Kommunizieren
  11. Kind, Frau, Mann sein
  12. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen (auch: Lebenssinn, Sinnkrise, sterben)

Das Erkennen dieser Zusammenhänge und die daraus resultierende individuelle Pflege, sind unsere Aufgabe und unsere Herausforderung.

Durch unser Handeln, soll ein Betroffener die Kraft erhalten, mit unserer Hilfe neue Wege zu beschreiten und die schwierigen Situationen zu meistern.

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